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Unsere Vereinschronik

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Vereinschronik

Unser Schützenverein wurde 1922 von einigen jungen Steingriffern beim Unteren Wirt ins Leben gerufen. Gründungsmitglieder waren damals unter anderem Kajetan Asam, Nikolaus Irrenhauser, Simon Irrenhauser und Michael Schuhmacher. Aus den ersten Vereinsjahren ist uns leider nur sehr wenig bekannt, weil die Aufschreibungen aus dieser Zeit abhanden gekommen sind.

Nur soviel wissen wir, dass zu dieser Zeit mitten in der Gaststube geschossen wurde, oft über die Köpfe von so manchem Kartlerstammtisch. Nach einer Zwangspause aufgrund der beiden Weltkriege wurde der Verein 1950 wieder gegründet, als erster Schützenmeister fungierte Michael Schuhmacher sen.. Aus unserer Chronik können wir entnehmen, dass sich in den ersten Jahren nach dem Neuanfang ein reges gesellschaftliches Leben entwickelte, das geprägt war von lebhaften Schützenbällen, Theateraufführungen, Ausflügen und den Christbaumfeiern. Auch Preisschießen und Vergleichskämpfe gehörten zum Jahresprogramm bei Einigkeit.

Seit der Gründung des Sportschützengaues Schrobenhausen ist "Einigkeit" Steingriff Mitglied und beteiligt sich seitdem mit wechselndem Erfolg an den Rundenwettkämpfen. Für zwei Jahre, von 1966 bis 1968, übernahm Max Kraus das Amt des Schützenmeisters, dessen Nachfolge Anton Reisner, unser heutiger Ehrenschützenmeister, antrat. Ein gewagtes Unternehmen für den jungen Vorstand und ein Eckpunkt der Vereinsgeschichte war die Ausrichtung des 8. Gauschießens 1969 in der Schießanlage der Feuerschützengesellschaft in Schrobenhausen auf dem Mahlberg. Damals beteiligten sich gerade 179 Schützen an dem Preisschießen. Ein weiteres markantes Jahr in unserer Geschichte war 1972, in diesem Jahr feierte man das 50-jährige Gründungsfest mit einem Preisschießen. In diesem Jubiläumsjahr konnte auch ein großer sportlicher Erfolg gefeiert werden, denn die erste Mannschaft stieg in die höchste Gauklasse auf, und nach weiteren zwei Jahren freuten sich die Mitglieder über den Meistertitel. In den siebziger Jahren machte unser Verein einige Schlagzeilen mit herausragenden sportlichen Erfolgen, besonders die Jungschützen trugen zu diesen Leistungen bei. 1973 schoss sich der Jungschütze Peter Reil in die deutschen Meisterschaften vor, Josef Reisner und Peter Blankenhorn belegten bei den oberbayerischen Meisterschaften 1978 die Plätze zwei und drei, im Mannschaftswettbewerb konnten sie sogar mit Verstärkung aus Pobenhausen den Meistertitel erringen. Auch zu Beginn der achziger Jahre standen die Einigkeit-Schützen immer wieder auf den Siegertreppchen, 1982 ging Susanne Hartwig mit dem oberbayerischen Meistertitel aus den Schülermeisterschaften nach Hause, und 1984 brachte Brigitte Schmaus den oberbayerischen Schülermeistertitel nach Steingriff . Gaurekorde und Meistertitel in den Rundenwettkämpfen waren in diesen Jahren ebenfalls der Erfolg einer guten Jugendarbeit. Nach 16 Jahren als Vorstand und unermüdlichem Einsatz für unseren Verein gab Anton Reisner 1984 sein Amt an Ludwig Irrenhauser ab. Auch die folgenden Jahre waren von sportlichen Erfolgen geprägt und auch das gesellschaftliche Leben in Steingriff wurde durch den Schützenverein entscheidend mitgeprägt. Mit legendären Gartenfesten, Vereinsausflügen, Faschingsbällen, Vatertagsmärschen, Knierankelschießen und anderen Vereinsveranstaltungen , bot der Verein immer unterhaltsame Stunden nicht nur für die Mitglieder. Einen besonderen Coup landete Michael Kratzer 1987, beim Gauschießen in Waidhofen konnte er als bislang einziger Einigkeit-Schütze die Gauschützenkette mit nach Hause nehmen und 1988 sorgte wieder ein Jungschütze für Aufsehen: Michael Blankenhorn erkämpfte sich bei den deutschen Meisterschaften den 22. Platz und wurde für diese Leistung zum Sportschützen des Jahres gekürt. 1989 gab es wieder einen Wechsel an der Vereinsspitze, Josef Reisner trat in die Fußstapfen seines Vaters und übernahm die Führung des Vereins. Nach sportlichen Erfolgen sah der Verein ungewissen Zeiten entgegen. Mehrere Pächterwechsel in der Vereinsherberge beim Unteren Wirt bereitete der Vorstandschaft schlaflose Nächte. Die Einladungen zur Weihnachtsfeier waren schon geschrieben, als der damalige Pächter 1993 das Vereinslokal schloß. Seitdem haben uns die Schützenkameraden der Schützengesellschaft "04"-Steingriff in ihrem Schießstand beim Oberen Wirt aufgenommen. Aber auch in dieser Zeit behaupteten sich die aktiven Mitglieder in den Runden-wettkämpfen, so starteten zum Beispiel zwei Teams in der Gau-Oberliga, aber die Jugendarbeit wollte im neuen Domizil nicht so recht in Gang kommen. Aber auch dadurch ließen sich die Mitglieder die Laune nicht vermiesen und feierten in diesem Jahr mit einem Pokalschießen ihr 70jähriges Gründungsfest. Mittlerweile erfreuten sich auch die von unserem Verein organisierten Weinfeste bei allen Steingriffern großer Beliebtheit.

Mit Bernhard Hanke übernahm 1995 wieder ein sehr junger Vorstand die Führung und löste Josef Reisner nach sechsjähriger Amtszeit ab. Im Jahr 1997 hatten die Einigkeit-Schützen wieder Grund zum Feiern, mit einem dreitägigen Fest und einem Pokalschießen bei dem alle Gauvereine eingeladen waren, wurde das 75-jährige Vereinsjubiläum begangen. In diesem Jahr trat auch eine Luftpistolenmannschaft zum ersten Mal beim Rundenwettkampf an den Start. Die letzten Jahre in der Vereinsgeschichte waren geprägt vom Neuanfang in der Jugendarbeit, wobei sich nun erste Erfolge einstellen, so zum Beispiel mit der Gaujugendkönigin Christine Kahn 2000 und Erfolgen in den Rundenwettkämpfen. Auch im gesellschaftlichen Bereich bleibt unser Verein nach wie vor mit Weinfesten, Ausflügen und Nikolausdienst aktiv, auch beim Schrannenfest in Schrobenhausen präsentiert sich unser Verein mit einem eigenen Stand.

Nach dem Einzug in das neue Vereinsheim 2003 bietet der Verein nicht nur in sportlicher Hinsicht einen positiven Ausblick sondern auch als kultureller Treffpunkt für Schützen und natürlich den Gönnern vom Schützenverein in Steingriff.   

Bernhard Hanke, 1. Schützenmeister